Die Möglichkeiten, unserer Jugend in Leppersdorf Freiraum zu geben, um zu toben, zu spielen, ihrem Bewegungsdrang Ausdruck zu verleihen, sind begrenzt. Der Jugendclub, die Turnhalle für Vereinssport – und schließlich der Bolzplatz an der Badstraße.

 

Während die ersten beiden Einrichtungen – Jugendclub und Turnhalle – durch Vereinstätigkeit und in Verantwortung der jeweiligen Träger unterhalten und freigegeben werden, ist der Bolzplatz jederzeit und für jeden frei zugängig. Das ist schön – schafft dadurch jedoch auch Nachteile. Die Nutzung öffentlicher Einrichtungen unterliegt Regeln und Bestimmungen, angefangen von Öffnungszeiten bis hin zu Maßgaben, inwieweit das Objekt für welche Zwecke genutzt werden darf. Niemand käme beispielsweise auf die Idee, in der Turnhalle Skateboard zu fahren. Keiner würde dort seine mitgebrachten Getränkeflaschen oder Verpackungen achtlos in die Ecke werfen. Das ist normal, sieht ein jeder als selbstverständlich.

 

Wieso ist es allerdings NICHT selbstverständlich, den Bolzplatz so zu nutzen, wie seine Bestimmung es ursprünglich vorsieht – Fußball usw. zu spielen bzw. Sportarten auszuüben, die KEINE Beschädigung des Spielfeldes nach sich ziehen? Einwohner haben beobachtet, dass auf dem Platz Mopedfahrer wilde Runden drehen und Mountainbiker Kurven ziehen, die sich auf dem Boden des Platzes unübersehbar eingraben. Und: Nichts gegen Partystimmung auf dem Gelände des Platzes --- aber bitteschön hinterher alles wieder aufräumen!

 

Das Positive ist: Die meisten, die den Bolzplatz nutzen, tun dies ja auch. Sie haben Verantwortungsbewusstsein genug zu wissen, dass diese Fläche, die zum Glück kostenlos und jederzeit frei genutzt werden darf, auch einer gewissen Eigenverantwortung unterliegt, damit der Platz so erhalten bleibt. Derzeit ist es so, dass über den Bauhof der Gemeinde der Rasen gemäht, die Hecken verschnitten und aufgeräumt wird. Und mit einem neuen Fußballtor kann nun auch wieder richtig gespielt werden.

 

Unterm Strich heißt dies alles jedoch: Die Unterhaltung des Platzes kostet Geld. Und an dieser Stelle kommen die Leppersdorfer ins Spiel. Fakt ist, der Erhalt des Platzes ist wichtig und notwendig. Dass dies alles kostenlos möglich ist, soll auch so bleiben. ABER: Damit dies so bleibt, der Zustand vielleicht noch verbessert wird, ist Eigeninitiative gefragt. Denkbar wäre zum Beispiel die Aufstellung eines Altpapiercontainers zur Sammlung von Altpapier – ergänzend dazu möglicherweise Aufrufe zur Altpapiersammlung im Dorf (vielleicht mit Unterstützung des Jugendclubs?). Wäre es nicht eine grandiose Vorstellung, den Platz z.B. um Basketballkörbe zu erweitern oder ganz und gar mit Hecken einzuzäunen – mit Geldern, die selbst erwirtschaftet wurden? Ein positiver Neben- und Lerneffekt wäre da die Tatsache, dass gewöhnlich mit den Dingen, an denen man bei der Errichtung selbst mit Hand angelegt hat, umso sorgfältiger umgegangen wird. --- Möglichkeiten gibt es viele, und die Gemeinde ist gern bereit, Euch bei der Durchsetzung Euerer Ideen zu unterstützen. Und zum Schluss ein Appell an die Jugendlichen, die den Platz als Treffpunkt nutzen: Verlasst ihn so, wie Ihr ihn selbst wieder vorfinden möchtet! – Damit Ihr lange etwas davon habt und die, die nach Euch kommen, ebenfalls!

 

 

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