Vor anderthalb Jahren berichteten wir hier schon einmal über die Pläne, am westlichen Dorfrand des Oberdorfes ein neue Wohnsiedlung zu errichten. Rund 20 Häuser, so die Vorstellungen dazu, könnten hier entstehen. Es gab schon ziemlich konkrete Vorstellungen – inklusive noch vieler offenen Fragen. Nun gibt es erste Antworten – und Konsequenzen.

In diesem Umfeld könnte in den nächsten Jahren ein halbes Dutzend neuer Eigenheime entstehen.

 

Der Traum von einer ähnlich konzipierten Fläche wie etwa an der Ringstraße ist nun geplatzt. Statt für die erhofften 20 Häuser erteilte das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde das Einverständnis für den Neubau von maximal fünf bis sechs neuer Gebäude mit einer möglichen Höhe von höchstens 9,50 Meter. Und dies ausschließlich entlang des asphaltierten Landwirtschaftsweges.

 

Grund hierfür ist, dass die ursprünglich geplanten Häuser außerhalb der Ortsgrenzen von Leppersdorf entstehen würden – so ist lediglich eine Kompromisslösung realisierbar, die entlang des Wirtschaftsweges eine Häuser- bzw. Grundstückszeile zulässt. Über diesen wird auch die Zufahrt zu den Grundstücken gewährleistet, während die künftigen Adressen der Mühlstraße zugeordnet werden.

 

Zumindest eine Befürchtung, die vor anderthalb Jahren noch im Raum stand, ist in diesem Zusammenhang aus-

geräumt worden: Denn für die Sanierung genau dieser Straße hatte die Gemeinde einst Fördergelder erhalten – allerdings mit der Maßgabe, diesen Weg vorrangig für landwirtschaftlichen Verkehr zu nutzen. Zurecht bestand die Befürchtung, nach der Errichtung einer Wohnsiedlung hier diese Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Diese Bedenken konnten in Anbetracht des Umfanges des neuen Wohngebietes ausgeräumt werden. Die Straße werde auch weiterhin als Landwirtschaftsweg genutzt, der zu erwartende zusätzliche PKW-Verkehr wäre dem ursprünglich angedachten Charakter nicht abträglich, so die Einschätzung aus Bautzen.

                 So sieht es derzeit noch am Landwirtschaftsweg aus.

 

Der aktuelle Stand ist, dass die derzeitigen Pläne in der Gemeindeverwaltung für jeden Interessenten und Interessierten wieder öffentlich einsehbar sind. Doch nicht nur Privatpersonen, auch Ämter und Institu-

tionen haben damit verbunden das Recht, Vorschläge und Bedenken zu äußern, die unter Umständen eine Überarbeitung der bestehenden Entwürfe notwendig machen können. Da dies natürlich dann mit Verzöge-

rungen verbunden ist, ist auch dieses Mal noch nicht absehbar, wann hier mit einem Bau begonnen werden kann.

 

Die Hoffnung auf eine große neuen Wohnsiedlung in diesem Terrain musste aufgrund der bestehenden Gesetzeslage aufgegeben werden – wäre dies doch ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, der Gemeinde zusätzliche Baufläche zu schaffen. Denn eine Expansion ist auch in einem weiteren Zusammenhang enorm wichtig: Unterschreitet der Gemeindeverband ab dem Jahr 2025 eine Einwohnerzahl von 5.000, gefährdet dies deren Selbständigkeit – mit Folgen für uns alle. Derzeit lässt Wachau den Flächennutzungsplan überarbeiten und kann in absehbarer Zeit über mögliche Wohnstandorte im gesamten Gemeindegebiet Auskunft geben.

 

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