Ende und Aus. Nun ist es amtlich: Die Pläne sind vom Tisch, die monatelang für heiße Diskussionen zur eventuellen Niederlassung von Homann in Leppersdorf sorgten und in allen Medien Schlagzeilen machten. Die  endgültige Entscheidung, die für den Monat April anberaumt war, ist nun gefallen:

 

Homann wird seinen Betrieb NICHT nach Sachsen verlagern.

 

Im niedersächsischen Dissen war das Aufatmen natürlich spürbar. Das Traditionsunternehmen mit ca. 1.200 Angestellten besitzt erfahrende und langjährige Fachkräfte, eine gewachsene Infrastruktur, die entsprechenden Wasserrechte – eben alles, was das Unternehmen benötigt, um erfolgreich zu wirtschaften.

 

In Leppersdorf hingegen wurde die Entscheidung unterschiedlich aufgenommen. 800 Arbeitsplätze sollten neu entstehen, 500 Millionen Euro wollte der Lebensmittelkonzern hier investieren.  Nun ist diese Seifenblase zerplatzt – auch wenn die Gemeinde nicht ganz unvorbereitet mit dieser Entscheidung konfrontiert wurde. Denn bereits Anfang des Monats gab es Andeutungen durch den sächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), die auf eine mögliche Kehrtwende der Investitionspläne der Unternehmensgruppe Theo Müller schließen ließen.

 

Nachdem der Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe das bisherige Standortkonzept überprüft und sich für den Verbleib von Homann in Niedersachsen ausgesprochen hat, sind in den Standorten Dissen, Lintorf, Bottrop und Rogätz Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro vorgesehen. Aber auch den Standort in Leppersdorf sollen lt. Information des sächsischen Wirtschaftsministeriums in den kommenden Jahren millionenschwere Investitionen fließen, die u.a. eine neue Produktionsstätte für Frischeprodukte, eine Membranfiltrationsanlage und eine neues Hochregallager entstehen lassen und einen Zuwachs von ca. 150 weiteren Arbeitsplätzen schaffen sollen.

 

Es ist „…schade.“ – so Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), „… aber es ist eine unternehmerische Entscheidung der Unternehmensgruppe. Seitens der Firmenleitung wurde versichert, dass die Entscheidung nichts mit Sachsen zu tun gehabt hat. Es war eine rein interne Abwägung, auf die wir als Freistaat keinerlei Einfluss hatten.“ (szo) Tja – was bleibt zu sagen. Sehen wir es pragmatisch, so wie Ortsvorsteher Volkmar Lehmann: Immerhin nehme der Verkehr rund um das Müllerwerk dann auch nicht so stark zu.

 

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