Andrea Busfield

Mauertänzer

Roman

 

Atrium Verlag 2009

320 Seiten

 

 

Fawad und wie er die Welt sieht

 

Für Fawad ist Afghanistan das Land der Abenteuer, der Poesie und der Traditionen - trotz des beschwerlichen Alltags im kriegsgezeichneten Kabul. Als der Elfjährige mit seiner Mutter in eine WG mit westlichen Journalisten zieht, bleibt der Kulturschock nicht aus: Der trinkfeste James sitzt halbnackt in der Sonne, die blonde May schwärmt für Frauen, und die emanzipierte Georgie liebt einen mächtigen Paschtunen. Fawad will seine Mutter vor diesen Sünden beschützen, zugleich ist er hingerissen von der fremden Lebensweise.

 

Meinungen zum Buch

 

Eine Liebeserklärung an Afghanistan:

"Dieser Roman geht unter die Haut!" Freundin

[...] es entfaltet sich eine aufwühlende, abenteuerliche Geschichte, witzig und schockierend, humorvoll und tragisch [...]. Münstersche Zeitung

»Eine empfehlenswerte Lektüre« Radar - Radio Darmstadt

 

 

Inhalt

 

Fawad ist elf Jahre alt, lebt in Kabul und hat für sein junges Alter schon viel durchmachen müssen. Sein Vater und Bruder wurden ermordet, seine Schwester entführt und so lebt er mit seiner Mutter bei der Familie der Tante. Diese schikaniert die beiden jedoch nur; die Familie lebt von der Hand in den Mund, auch wenn Fawad genau weiß, wie man an den Ausländern Geld verdient. Die Situation verbessert sich jedoch, als Fawads Mutter Arbeit in der WG von drei Engländern findet – und Fawads sehr traditionell geprägte Welt erschüttert wird!

 

Da ist May, die nur Frauen liebt, der Journalist James, der sich gerne mal nackt zum Sonnenbaden in den Garten legt und häufiger dem Alkohol zuspricht und Georgie, die mit Kaschmirwolle handelt. Eine merkwürdige Gesellschaft, vor der er seine Mutter dringend beschützen muss. Doch so langsam nähern sich die Vertreter der verschiedenen Welten einander an, helfen einander und Fawad verliebt sich in Georgie. Doch die liebt einen mächtigen Paschtunen.

 

Aus der Sicht eines Kindes erzählt dieser Roman von einem Land, das nur wenige kennen, beschreibt sehr authentisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Liebe der Autorin zu Afghanistan wird mit jedem Wort deutlich und erweckt den Wunsch, dieses fremde Land kennen lernen zu können.

 

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