Katharina Hagena

Der Geschmack

von Apfelkernen

Roman

 

Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi)

Erscheinungsdatum: 18.08.2009

Seitenanzahl: 272

 

Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommer-ferien bei der Großmutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen - bewegend, herrlich komisch und klug. 

 

Zur Handlung:

 

Als Berta stirbt, kommt die ganze Familie in der Heimat Bootshaven zusammen, darunter ihre einzige noch lebende Enkelin Iris. Sie soll das Haus der Familie erben, allerdings weiß sie nicht, ob sie es behalten möchte. Zu viele schmerzliche Erinnerungen sind mit diesem Ort verbunden. Bei der Testamentsverlesung ist auch Max Ohmstedt anwesend, der Bruder von Iris’ ehemaliger Jugendfreundin Mira.

 

Iris bleibt zunächst für eine Woche und erinnert sich an früher, als ihre Cousine Rosmarie noch lebte und sie zusammen mit Mira spielten und dem armen Max zusetzten. Eines Abends kommt der alte Herr Lexow zu Besuch und bringt Iris etwas zu essen. Während des Gesprächs offenbart Herr Lexow Iris, dass er glaubt, der Vater von Inga zu sein, der zweitältesten Tochter von Berta.

 

Herr Lexow wurde mit 20 Jahren Lehrer von Berta und deren Schwester Anna. Als Herr Lexow eines Abends am Haus von Berta und Anna vorbeischlenderte, wird er von Anna überrascht und beide schlafen miteinander. Am nächsten Morgen hat Anna eine Lungenentzündung, an der sie kurz danach stirbt. Berta heiratet bald Hinnerk, für den Berta aber nur die zweite Wahl ist, denn verliebt war er in Anna. Die Ehe ist nicht glücklich. Hinnerk arbeitet sehr viel und kommt spät nach Hause. Berta ist mit ihrer Tochter allein zu Haus und kümmert sich um den Haushalt. Herr Lexow besucht Berta und offenbart ihr seine Liebe. Sie küssen und lieben sich. Abends kommt Hinnerk nach Hause. Berta schläft mit ihm, um sicherzugehen, dass bei einer Schwangerschaft die Vaterschaft nicht in Frage gestellt werden kann. Danach war Berta für Herrn Lexow unerreichbar, sodass nie aufgeklärt wurde, wer der wahre Vater von Inga war.

 

Iris will die Eltern von Max besuchen, um sich nach Mira zu erkundigen. Diese leben aber schon lange nicht mehr im Haus, dafür trifft sie Max wieder. Sie verbringen einen schönen Abend miteinander, aber die aufkeimenden Gefühle lässt Iris nicht zu. Sie treffen sich mehrmals, verbringen Zeit miteinander und als sie zusammen in einem See baden, küsst Iris Max unerwartet. Dieser erwidert ihre Gefühle. Iris erkundigt sich bei Max nach Mira und Rosmarie. Als sie erfährt, dass Mira in der Nähe lebt, vereinbart sie ein Treffen mit ihr, Mira erscheint jedoch nicht.

 

Auf dem Rückweg fährt Iris an die Tankstelle in Bootshaven und erinnert sich an Peter Klaasen, der früher in der Tankstelle gearbeitet hat. Peter und Inga waren ineinander verliebt. Weil Peter Mathematik studierte, gab er Rosmarie und Mira Nachhilfeunterricht. Rosmarie hatte auch ein Auge auf ihn geworfen und versuchte, ihn zu verführen. Als Inga Rosmarie und Peter im Garten bei einem Kuss überrascht, wirft sie ihn aus dem Haus. Aus Frust schläft er mit Mira, woraufhin sie schwanger wird. Rosmarie befiehlt Mira, das Kind abzutreiben, und erzählt Iris von der Schwangerschaft. Es kommt zum Streit. Nachts klettern Rosmarie und Mira auf einen Apfelbaum, der sehr nah an einem Gewächshaus steht. Rosmarie klettert auf das Gewächshaus und stürzt ab – sie stirbt.

 

Am Ende trifft sich Iris mit Max, um ihm zu sagen, dass sie ihr Erbe annehmen und das Haus behalten wird. Max küsst Iris und ist überglücklich. Mira hat Iris immer noch nicht getroffen. Dafür hat Max Post von Mira erhalten. Sie hat geheiratet und Fotos von der Hochzeit mitgeschickt. Auf dem Bild ist Mira mit ihrer Frau zu sehen - und Mira sieht genauso aus wie Rosmarie…

 

Stimmen zum Buch

 

»Ich habe selten ein Buch erlebt, bei dem ich so gefühlt und gespürt, gerochen und geschmeckt habe [...] Intensiv, amüsant, traurig, schön und [...] federleicht.«

frauTV, WDR

 

 »Am liebsten würde ich es ganz kurz machen und einfach nur sagen: Bitte unbedingt lesen. Diese Geschichte nimmt einen auf und trägt einen fort.«

Christine Westermann in Frau TV, WDR

 

 »Der Geschmack von Apfelkernen ist ein wunderbares Buch – feinsinnig und sinnlich, klug und komisch. Mehr davon!«

NDR, Fokus Kultur

 

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